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Die Elektroakupunktur nach Voll Die Elektroakupunktur nach Voll  E-learningSitemapDownloadsKontaktImpressumMitgliederbereich
Jahrestagung 2014

Unsere diesjährige Jahrestagung fand am 29. und 30. Mai 2014 in Augsburg statt. Das Motto lautete:

Die EAV braucht eine neue Zukunft

Neuer Vorstand der IMGEAV

Am 29. Mai trat der bisherige Vorstand der IMGEAV komplett zurück um den Weg für Neuwahlen zu ermöglichen.

Nach intensiven Diskussionen wurde ein kompletter neuer Vorstand gewählt

Siehe weiter unten

Seminartermine

Alle Mitglieder der IMGEAV und alle EAV-Interessierten sind zu den in Kürze stattfindenden Fortbildungsveranstaltungen eingeladen. Wir freuen uns auf rege Teilnahme.


Geschichtlicher Hintergrund

In den 50-er Jahren versuchte Dr. Reinhold Voll das energetischeGeschehen der Akupunktur transparent zu machen. In Zusammen-arbeit mit dem Ingenieur Werner konstruierte er ein Gerät, welches Widerstands- bzw. Leitwertmessungen an den klassischen Akupunktur-punkten erlaubte. Volls Idee war es, hierdurch eine technisch nach-vollziehbare Erhebung des energetischen Status - Grundlage der chinesischen Diagnostik und Therapie - zu ermöglichen. Es zeigte sich, dass bei den praktischen Testungen die Akupunkturpunkte in ihren Hautarealen ein anderes, messbares elektrisches Verhalten zeigten als die umgebende Haut. Darüber hinaus ließ sich nachweisen, dass die Höhe der Widerstandwerte während eines Krankheitsverlaufs sich verändern. Gemäß der chinesischen Akupunkturlehre fädeln sich Akupunktur-punkte wie Perlen auf einer Schnur auf Meridianen auf. Akupunkturpunkte haben Beziehungen oder Verbindungen zu Organen oder Organteilen. Über Reizungen der Akupunkturpunkte versuchen Akupunkteure Einfluss auf die Heilung des Organs zu nehmen. Die EAV-Messungen zeigten, dass die Mess-werte an den Akupunkturpunkte Aufschluss über die Krankheitsbelastung und den Krankheitsverlauf an den zugehörigen Organen geben.

Durch Messungen mit seiner spezifischen Messtechnik erlangte Voll nicht nur tiefere Einblicke in die
Dynamik von psychischen und physischen Krankheitsprozessen, sondern auch über allgemeinen
sowie individuellen Verknüpfungen innerer Organe untereinander. Besonders die grundsätzlichen
Wechselwirkungen zwischen den Zähnen und anderen Teilen des menschlichen Organismus waren
damals völlig neu und haben sich nachfolgend sehr bewährt.
Die Erforschung und Systematisierung dieser Beziehungen, die für eine Vielzahl chronischer
Erkrankungen von essentieller Bedeutung sind, gehört zu den Pioniertaten Volls, seiner Mitarbeiter
und Nachfolger. Zudem entdeckte und definierte Voll zusätzliche Messpunkte, die der klassischen
Akupunkturlehre bis dahin unbekannt waren. Sie sind heute unentbehrlicher Bestandteil der
EAV-Diagnostik.

Gestützt auf die zu jener Zeit wegweisenden Erkenntnisse der österreichischen Wissenschaftler
Pischinger, Kellner und anderer stellten Voll und seine Mitarbeiter das energetische Konzept der
Elektroakupunktur auf zunehmend sichereren Boden und fanden zu der empirisch gefundenen
Wirksamkeit der Methode ein erstes nachvollziehbares Erklärungsmodell. Durch die Untersuchungen
der folgenden Jahre, insbesondere durch jene von Professor Dr. H. Heine (früher: Witten-Herdecke),
der das morphologische Korrelat der Akupunktur- bzw. Messpunkte aufdeckte, konnten Volls
Erkenntnisse wirkungsvoll untermauert werden.
Neben der energetisch, diagnostischen Messung, deren Ergebnisse allen Akupunkteuren sichere
Hinweise auf ihr therapeutisches Vorgehen gibt (Meridiane der Fülle/ Meridiane der Leere), bot sich
in den frühen Jahren das gefundene Verfahren durch Applikation elektrischer Impulse (sog.
"Kippschwingungen" – zum energetischen Aufladen/ Abladen ) zur schonenden dosierbaren
Elektrotherapie an Akupunkturpunkten oder großflächigen Hautarealen an.

Im Jahre 1955 wurde der so genannte „Resonanztest“ entdeckt. Er eröffnete der Elektroakupunktur
ein völlig neues, erfolgreiches Feld. Die spezifische Diagnostik mit Nosoden wurde möglich, darüber
hinaus erweiterte sich die Therapie auf alle messbaren Einflüsse wie z.B. Nosoden, Homöopathika,
Isopathica (Bakterien, zahnärztliche Werkstoffe, Pestizide usw.), Organtherapeutika, Vitamine,
körpereigene Stoffwechselprodukte.

Die messtechnische Erfassung kausaler Faktoren von Erkrankungen und der individuell bestimmbare
Einsatz therapeutisch wirksamer Substanzen sind deshalb seit dieser Zeit das Markenzeichen der
EAV-Methode.

Die EAV öffnete durch ihre Messmethode somit bereits 1959 den Blick auf Umwelt- und
Arbeitsplatzbelastungen, zu einer Zeit, als die Umwelteinflüsse noch nirgends als ein Problem
gesehen oder in ihrer tiefgreifenden Bedeutung gewürdigt wurden. Es war der EAV-Arzt Hagen, der
vor dem Hintergrund der damaligen DDT-Überflutung der westlichen Welt die Belastungen des
Organismus durch Umweltgifte erkannte und ihre Bedeutung für die innere Regulation folgerichtig
bewertete. Bis heute hat sich die EAV aus diesen Anfängen zu einem idealen und kostengünstigen
Instrument des "Human-Biomonitoring" in Bezug auf Umweltnoxen weiterentwickeln können.

Der EAV-Arzt Dr. Beisch führte als erster die Systemtheorie in die Medizin ein. Hinsichtlich der
praktischen Umsetzung in den ärztlichen Alltag hat sie sich mit durchschlagendem Erfolg bei
Anwendung der EAV bewährt.
Die Plurikausalität der meisten Erkrankung sowie die allgemeine und individuelle Vernetztheit von
Systemen und Subsystemen eines Organismus werden hierdurch erkenn-, interpretier- und
therapierbar. Das Wesen des Immunsystems, das bisher vorwiegend als eine komplizierte „Black
box“ gesehen wird, wurde hierdurch in einigen Aspekten erkennbar und klarer. Eine Würdigung von
Seiten der offiziellen Medizin, die bis heute überwiegend monokausale Denkansätze vertritt, steht
weiterhin aus, obwohl sie schon seit Langem überfällig ist.

Andere biologischen Verfahren versuchten in der Folgezeit von den Erkenntnissen der EAV zu
profitierten. Aktivitäten zur „Verbesserung“ der EAV wurden immer wieder durch Maschinenhersteller
und therapeutisch orientierte Gruppen unternommen. Sie konnten sich jedoch in der Regel nur
kurzfristig  auf dem „Markt“ halten und sie verschwanden nach mehr oder weniger großen
Werbeaktivitäten wieder.

Bis heute gilt die EAV unter „Eingeweihten“ als ein Goldstandard in der alternativen Medizin.

Definition der Elektroakupunktur nach Voll (EAV)

Die Medizinische Systemdiagnostik Elektroakupunktur nach Voll (EAV) ist ein ganzheitliches,
komplementäres Verfahren der besonderen Therapierichtungen für Ärzte und Zahnärzte. Durch
elektrophysikalische Messungen an anatomisch exakt lokalisierten Hautarealen erfolgt die Erfassung
sowohl des aktuellen energetischen Zustandes als auch der Regulationsdynamik von Organen,
Subsystemen und Systemen des menschlichen Organismus.
Dabei gelingt es, gegenseitige Abhängigkeiten, Störungen und Blockaden der Regelungmechanismen aufzudecken. Durch Resonanzkoppelung mit Testsignalen werden die störenden, individualspezifischen
Krankheitsfaktoren erfasst, die Therapie erfolgt überwiegend mittels der hierbei gefundenen,
ausgetesteten Medikamente und Substanzen, wobei homöopathische Präparate im Vordergrund
stehen. Bei zahnärztlichen Fragestellungen kann die Therapie darüber hinaus in der spezifischen,
individuell passenden Materialauswahl bestehen oder in erforderlichen chirurgischen Maßnahmen.
Ziel der Medizinischen Systemtherapie EAV ist die Wiederherstellung der physiologischen
Regulationsfähigkeit des Organismus.

Technischer Hintergrund

Die EAV-Messungen erfolgen an "elektrisch signifikanten" Punkten der Haut. Dabei handelt es sich
z. T. um klassische Akupunkturpunkte, die nach Heine auch morphologisch definiert sind, wie auch
um eine Anzahl energetisch relevanter und systemgekoppelter Hautareale, die von Voll und seinen
Mitarbeitern entdeckt und zugeordnet wurden.

Während des Messvorgangs hält der Patient eine großflächige Elektrode in einer Hand, während der
Arzt mit seinem Messgriffel die relevanten Messpunkte kontaktiert und ihre Reaktion auf den
Messstrom des Messgerätes misst.

Die für eine umfassende Übersichtsmessung zur Erfassung aller Regelsysteme erforderliche Auswahl
von Messpunkten an Kopf, Händen und Füßen ist von der Internationalen Medizinischen Gesellschaft
für Elektroakupunktur nach Voll (IMGEAV) in Standardmessprogrammen festgelegt. Hierbei sind alle
klassischen Akupunkturmeridiane und relevante von Voll beschriebene "Akupunkturgefäße" zu
erfassen.

Die EAV-Geräte müssen eine mittlere Messspannung von 900 Millivolt aufweisen, wobei der
Messstrom zwischen 5,5 und 11,25 Mikroampere beträgt. Der scheinbare Ohm´sche Widerstand
variiert beim Messvorgang je nach momentanem Zustand des zu messenden Systems zwischen
0 und 600 Kiloohm.

Durch eine derartige technischen Geräteauslegung soll gewährleistet werden, dass beim
Messvorgang, nicht nur der Hautwiderstand sondern ein aussagekräftiger Komplex verschiedener,
für die Regulation eines Systems wesentlicher Faktoren (z.B. Ionenstromveränderungen im
Unterhautgewebe, elektrisches Gegenpotential gegen den Messstrom, momentanes
Polarisationsverhalten des Gewebes, Elektrolytverschiebungen und vieles andere) erfasst wird. Neben
den elektrophysikalischen Gewebseigenschaften im Bereich des Messpunktes soll die Messung vor
allem Informationen liefern über die Regulationsfähigkeit des zum Messpunkt gehörigen Regel-
kreises. Der Auflagedruck der Messsonde hat je nach Beschaffenheit der Haut ca. 500-1500 Pond
(Druckfedermechanismus oder elektronische Drucksteuerung) zu betragen und wird durch das so
genannte Druck-"Messplateau" bestimmt. Messungen ohne diesen Anpressdruck liefern völlig
abweichende  Messwerte, die eine Bewertung nach den Kriterien der EAV nicht zulassen, sie sind für
die Diagnostik nicht verwertbar. Die Verwendung geringer dimensionierter Test-/Messströme
kollidiert mit den körpereigenen elektrischen Signalen, so dass das betroffene menschliche System
nach Kontakt mit diesen schwachen Strömen intensive elektrische Korrekturreaktionen für mehrere
Minuten auslöst. Eine Nachfolgemessung innerhalb sinnvoller diagnostischer Zeit ist dann nicht mehr
möglich. Aus diesem Grunde hat sich die Höhe des technischen Messstroms, der schon seit Beginn
der EAV gewählte wurde, in der Praxis bis heute bewährt. Da sich einzelne Geräteelemente im
Rahmen der technischen Entwicklung ändern und weiterentwickeln (z.B. Einführung von Transistoren
an Stelle von Röhren) hat die IMGEAV zur Gewährleistung qualitativ hochwertiger und vergleichbarer
Messwerte technische Standards festgelegt, deren Erfüllung im Zuge von Zertifizierungen überwacht
werden. Die IMGEAV empfiehlt, ausschließlich die von ihr geprüften und geeigneten Messgeräte zu
verwenden.

Beobachtet wird durch die EAV-Ärzte während einer Messdauer von einigen Sekunden das
Leitwertverhalten am Messpunkt als Antwort auf den vom Messstrom ausgeübten Reiz. Dieser
Leitwert (Reziprokwert des Ohm´schen Widerstands) wird auf einer analogen oder digitalen
Skala abgelesen. Die in der EAV verwendete Skala ist quasi-logarithmisch angelegt und über-
streicht den Bereich zwischen 600 Kiloohm und 0 Ohm. Zur vereinfachten Ablesung ist die Skala
in 100 Teilstriche unterteilt, wobei der Skalenstand "0-Teilstriche" einem Widerstand über 600
Kiloohm und der Skalenstand "100-Teilstriche" einem Widerstand von  0 Ohm entspricht.
Der Skalenstand "50 Teilstriche" repräsentiert  95 Kiloohm. Bei wiederholten Messungen an
Gesunden hat sich der Wert „50 Skalenteile“ als physiologisch gesunder Bezugspunkt erwiesen,
er ist „der“ herausragende Messwert.

Berechnungen nach den Vorgaben von „Global scaling“ (Basis: Eigenschaften des Protons als
stabiler Bestandteil von Materie) zeigen den optimalen Messwert bei 54-Skalenteilen, so dass
die Leistung durch Dr. Voll vor diesem Berechnungshintergrund unter aktuellen Forschungskriterien
besondere  Bestätigung finden.

Indikationen für die Elektroakupunktur nach Voll (EAV)

Der Einsatz der EAV erfolgt

  • unter systemtheoretischen,
  • unter ätiologischen und
  • unter regulationsmedizinischen Gesichtspunkten.

Sie ist in nahezu allen medizinischen Fachgebieten einsetzbar und ermöglicht infolge ihres
komplementären Ansatzes bei psychischen und physiologischen Problemfällen in der
Krankheitsentstehung und –aufrechterhaltung bisher kaum erreichbare therapeutische Erfolge.

Die nachfolgende Auflistung von Diagnosebegriffen ist eine Auswahl und hat nur exemplarischen
Charakter, da diese Diagnosen nur das kranke Organ/Organsystem gemäß schulmedizinischer
Klassifizierung berücksichtigen jedoch keinen Bezug zu der individuellen multikausalen Entstehung
einer jeden Erkrankung und den systemischen Organbezügen haben.
Die EAV wird mit besonderem Erfolg eingesetzt bei

  • Allergien und Autoimmunerkrankungen,
  • Schmerzzuständen wie Neuralgien und Cephalgien (insbesondere Migräne),
  • Hautkrankheiten wie Neurodermitis,
  • beim chronischem Müdigkeitssyndrom,
  • bei chronischen Infektanfälligkeiten,
  • cerebralen Insuffizienzen,
  • chronischen Leber-, Nieren- und Pankreaserkrankungen,
  • chronischen Magen- und Darmerkrankungen,
  • bei Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten wie auch
  • bei Unverträglichkeiten gegenüber zahnärztlichen Werkstoffen.

Die Aussagekraft der EAV-Diagnostik und die Effizienz der therapeutischen Maßnahmen ist
eingeschränkt bei hochgradig gestörter Regulationsfähigkeit des Gesamtorganismus z. B. infolge
übergeordneter psychischer Problemfelder, anatomischer Strukturänderungen, genetischen
Sonderausprägungen usw.  Hieraus und aus der Notwendigkeit akutmedizinischer Versorgungen
ergeben sich die Grenzen der Methode.

Diagnostik ("Übersichtsmessung")

Die Auswertung der Messergebnisse erfolgt gemäß den Modellen der Systemtheorie und Kybernetik
unter Berücksichtigung der Erkenntnisse der klassischen Akupunkturphysiologie und der universitär-
akademischen Lehre. Die entsprechenden Kenntnisse auf diesen Gebieten sind somit Voraussetzung
für die Durchführung der standardgemäßen Elektroakupunkturdiagnostik und –therapie nach Voll
durch Ärzte der IMGEAV.
Ziel der EAV-Diagnostik ist es, Störungen des Regulationsverhaltens der einzelnen Regelsysteme
und nichtmorphologische, energetische Veränderungen aufzudecken. Da nichtmorphologische
Einflüsse (Stress aller Art – Chemie, Physik, Psyche, Erreger, Überangebot und Unterangebot
externer und interner Parameter) den morphologischen Veränderungen in der Regel vorausgehen,
kann die EAV ebenfalls als Warn- und Vorsorgesystem erfolgreich eingesetzt werden. Abweichungen
von dem Normalwert „50 Skalenteile“  werden als Ausdruck von Regelkreisstörungen im kyber-
netischen Sinn gewertet.

Diese Abweichungen können im absoluten Zeigerstand erkennbar werden und/oder im unter-
schiedlichen Zeigerverhalten.

Der Zeigerstand, das heißt, der Messwert, an dem der Zeiger im Zuge des Messvorgangs zum
Stillstand kommt, kann Werte von bis zu 100 Skalenteilen (elektrischer Kurzschluss) erreichen,
das entspricht einer massiven pathologischen Aktivität im zugehörigen Gewebe. Er kann aber
auch unter Umständen nur bis zu 0-10 Skalenteilen ausschlagen, das entspricht einem
energetischen Nullniveau, einem „energetischen Ausgebrannt-sein“.

Darüber hinaus gibt das Zeigerverhalten Auskunft über die Stärke des Regelsystems unter
längerer Belastung. Erreicht der Zeiger während des mehrsekundigen Messgeschehens einen
Höchstwert undfällt danach auf der Messskala wieder ab (Zeigerabfall nach Voll), gilt das als
weiteres pathologisches Kriterium, weil das System nicht in der Lage ist, den Reiz des Mess-
stroms abzufedern.

Stabile Messwerte bei 95 Kiloohm und wenig oberhalb -entsprechend einem Skalenstand von
50 Teilstrichen und gering darüber- sind Ausdruck ungestörter physiologischer Verhältnisse am
jeweiligen Regelsystem. Messwerte zwischen 50-80 gelten als sogenannte "physiologische
Schwankungsbreiten", sie sind nur im systemischen Zusammenhang mit den übrigen Messwerten
unter Berücksichtigung anamnestischer Parameter zu bewerten.

Für die systemische Beurteilung ist im Rahmen der Basisuntersuchung (Übersichtsmessung) die
Erfassung, Dokumentation und Bewertung einer genügend großen Anzahl an Messdaten erforder-
lich. Die IMGEAV empfiehlt die Verwendung von mindestens 120 Messpunkten, für deren Gewinnung
ein Zeitbedarf von ca. 10 Minuten für geübte Ärzte ausreichend ist. Diese Daten müssen durch
Messungen an allen relevanten Bereichen (Akupunkturmediane, Voll'sche „Gefäße“) erhoben
werden. Ein energetisch hinreichender Überblick ist nur bei Erfassung von mehr als 100 Mess-
punkten gewinnbar, Einzelmessungen an Meridianen und Gefäßen lassen nur eine Schlüsselloch-
diagnostik zu. Viele aussagestarke, pathologische Messwerte finden sich in Mittel- und
Grundgelenknähe der Finger und Zehen, weit entfernt von den prominenten Merdianenden bzw.
Merdiananfängen am Nagelfalzpunkt. Diese empirische Erfahrung hat schon Voll dahingehend
berücksichtigt, dass er in die Nomenklatur der Meridiane und Gefäße hier den „Kontrollmesspunkt“
eingefügt hat, der sich in der Regel 3-4 Messpunkte proximal vom jeweiligen Nagelfalzpunkt
befindet. Eine Messbeschränkung auf die Nagelfalzpunkte der Meridiane an den Fingern und Zehen
ist aus Sicht der IMGEAV nur als Kurztest bei Verlaufsbeobachtungen für Laien vertretbar.

Diagnostischer/Therapeutischer Resonanztest ("Medikamententest")

Nach Bewertung der energetischen Zustände und der Hierarchisierung, welche Organe, Systeme
und Subsysteme vorrangig therapeutisch behandelt werden müssen, dient der zweite diagnostische
Schritt dem Resonanz- oder Medikamententest. Er deckt pathogene Faktoren wie zum Beispiel
Herd-/Störfeldbelastungen, Intoxikationen aus der Innen- und Umwelt, energetisch problematische
Infektreste, Mangelzustände, Allergien, Intoleranzen und psychische Lasten auf.

Als eine spezifische Variation des Medikamententestes ist es möglich, inkorporierte oder noch zu
inkorporierende Materialien z.B. aus dem zahnärztlichen Bereich wie Zahnersatz oder Zahnfüllstoffe
(z.B. Amalgam, Goldinlays) auf ihre energetischen Auswirkungen im Körper zu testen und betroffene
Zähne einzeln zu bewerten und sie als Verursacher von Regulationsproblemen zu identifizieren oder
auszuschließen. Auf diese Weise kann eine qualifizierte, zielgerechte zahnärztliche Behandlung
sichergestellt werden.

Auch beim Medikamententest hält der Patient eine Elektrode in der Hand und der Arzt greift mit dem Messgriffel am Akupunkturpunkt das im Körper variierte Testsignal des Messgerätes ab. In den Mess-
kreis werden jedoch im Gegensatz zur Übersichtsmessung zusätzlich Testmedikamente eingebracht,
indem sie in eine zwischengeschaltete Ampullenwabe eingestellt werden. Durch ihre Anwesenheit
reagiert im Testgang der Messwert nicht oder der Messpunkt zeigt bei "passendem" Signal das
typische Phänomen des Resonanzverhaltens, der Messwert ändert sich in Richtung „50 Skalenteile“.
Anzustreben ist, an sämtlichen zuvor gemessenen pathologischen Messpunkten durch Abgleich mit
jeweils "passenden" Substanzen Normalwerte (idealer Messwert 50, entsprechend 95 Kiloohm) zu
erzielen. Erst nach Ausgleich der Messwerte an allen Regulationssystemen auf dieses Normalniveau
ist die Untersuchung abgeschlossen. Die hierbei ermittelten Substanzen und Erkenntnisse dienen der Diagnostik pathologischer Faktoren wie auch der anschließenden Therapie.

Es kommen beim Resonanztest vorzugsweise Nosoden (aus Krankheitsprodukten gewonnene, homö-
opatisch potenzierte Substanzen), homöopathisch behandelte Ausgangsstoffe aller Art (Isopathica) wie Schadstoffe/ Gifte, Allergene, Stoffe des intermediären Stoffwechsels, zahnärztliche Werkstoffe (Arbeits-
und Versorgungsmaterial) sowie homöopathisierte Organpräparate (Präparate aus jungen, gesunden
Tieren) neben Vitaminen und Blüten zur Anwendung. Darüber hinaus werden "klassische Homöpathica"
auf ihre qualitative und quantitative Wirkung als „Drainage“- und als konstitutionell-psychisch wirksame
Mittel hinsichtlich der Auswahl als auch der bestwirksamen Wirkpotenz untersucht.

In der Praxis stellt sich heraus, dass das menschliche Regelsystem (Immunsystem ?) eine Vielzahl an pathogenen Faktoren ausbalancieren kann, sofern es nicht übersteuert und/ oder „erschöpft“ ist. Es
finden sich aufgrund der Plurikausalität der Krankheitsursachen viele „Trittbrettfahrer“ (z.B. häufig bei Pollenallergie), das sind Belastungen, die messbar sind, die jedoch von einem „starken“ Regelsystem
ohne gravierende Einschränkungen der Funktionen getragen werden können. Der EAV-Arzt ist somit gezwungen, alle identifizierten Belastungsfaktoren auf ihre Bedeutung im individuellen Patientenkontext
zu hierarchisieren. Es sind wichtige Parameter therapeutisch zu berücksichtigen, Unbedeutende hingegen können vernachlässigt und aus der Therapie ausgegliedert werden.

Als Teil des Medikamententestes ist die Medikamentenhierarchisierung durch ständige Kontrolle der betroffenen Messpunkte zwingend  erforderlich. Ebenso ist über den Medikamententest die Ursächlichkeit
von systemischen Mitbelastungen zu klären. Hierzu gehört die Beantwortung der Frage: „Wer ist Täter, wer
ist Opfer?“ Unterhält z.B. ein infizierter Schneidezahn die chronische Harnblasenentzündung oder ist die Blasenentzündung ursächlich für den unaufhaltsamen Fortgang der Karies am Schneidezahn verantwortlich? Der nachfolgende therapeutische Schwerpunkt kann aufgrund dieser Informationen spezifisch herausgearbeitet und variiert werden.

Aufgrund der vielfältigen Krankheitsursachen ist für den Resonanztest ein umfangreiches und differenziertes Testmaterial vom EAV-Arzt bereitzustellen. Mit diesen Testmaterialien konfrontiert er im Zuge des Medikamententestes den Organismus durch Einbringen des elektromagnetischen Musters in den Messkreis und Beobachtung der körperlichen Reaktion am Messpunkt. Aufgrund des Fortschreitens der Computertechnik werden seit fast 20 Jahren elektromagnetische Signale der Testsubstanzen digitalisiert und auf Computerfestplatten zur Verwendung beim Medikamententest als Ersatz für die bisherigen Testampullen bereitgehalten. Der EAV-Testgang hat sich bei Nutzung von Computern und digitalisierten Messampullen in den letzten Jahren erheblich beschleunigt, der Umgang mit Testampullen im Praxisalltag konnte fast völlig aufgegeben werden. Von dieser Testveränderung unbeeinflusst werden die identifizierten, wirkungsvollen Medikamente therapeutisch eingesetzt, indem sie dem Patienten über Apotheken verordnet werden.

Therapie

Die Therapie in der Elektroakupunktur kann mit Hilfe von Reizstrom oder/und medikamentös erfolgen.

Durch Applikation unterschiedlicher Reizstromqualitäten ist es möglich, sowohl großflächig mit Hilfe von Roll- oder Flächenelektroden wie auch kleinflächig mit der Punktelektrode an pathologisch veränderten Hautbereichen die abweichenden Messwerte in Richtung Normwert (50 Skalenteile) auszugleichen.

In den letzten 50 Jahren wird durch die EAV-Ärzte jedoch überwiegend die medikamentöse Therapieform gewählt. Zu diesem Zweck erfolgt überwiegend die Verordnung einer Kombination aus Nosoden, Isopathica, Homöopathica und potenzierten Organpräparaten. Jedes der Medikamente wurde zuvor in jedem Einzelfall beim Resonanztest individuell auf seine Resonanz und hierarchische Bedeutung geprüft.

Im Falle von Unverträglichkeiten wird der Patient angewiesen alle spezifischen Nahrungsmittel, Arbeits- und Umweltstoffe zu meiden oder zu ersetzen. Ist dieses nicht möglich wird versucht, das „leidende“ Organ durch „stützende“ Medikamente so weit zu stabilisieren, dass es der fortlaufenden Belastung gewachsen ist.

Die Arzneimittelmedikation wird über einen Zeitraum von mehreren Monaten verabreicht, die Einnahme-
frequenz und Einnahmemenge kann je nach Reaktion des Patienten variieren und wird durch den Arzt in Abstimmung mit dem Patienten festgelegt.

Lässt das Testprotokoll die Notwendigkeit für weitergehende, fachmedizinische Maßnahmen erkennen, wird der Patient darüber aufgeklärt, es werden entsprechende Schritte eingeleitet.